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Aktuelles aus Guatemala, Mai - Juli 2022

Stipendiatinnen und Stipendiaten

Von den 80 Stipendiatinnen und Stipendiaten verblieben Ende Juni 2022 noch 68 Kinder und Jugendliche im Programm. Die Hauptgründe für den Abbruch waren fehlende Motivation und Schwierigkeiten mit dem Onlinestudium und der Wegzug von Quetzaltenango. Der Unterricht findet jetzt mehrheitlich in hybrider Form statt. Die Mischung von Präsenz- und Onlineunterricht stellt für viele Kinder und Jugendliche eine Herausforderung.

Daniel Menchú; Er hat sich inzwischen recht gut in der neuen Familie eingelebt. Er schliesst Ende Juli seine Konditorkurse im Kapazitätszentrum INTECAP ab und wird je nach Angebot weitere Kurse besuchen.

Neue Lehrer/innen

Unsere zwei neuen Lehrer/innen Ingrid und Carlos haben sich sehr gut eingearbeitet und übernehmen einen großen Teil des Nachhilfeunterrichtes. Alle Lehrkräfte sind bei den Jugendlichen und Kinder sehr beliebt. Sie nehmen regelmäßig und motiviert an dem angebotenen Stützunterricht teil. Bei einigen Familien werden die Kinder zuhause unterrichtet, wenn es aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich ist.

Gesundheit

Marcos Garcia: Der schlechte Gesundheitszustand von Marcos Garcia liess es nicht zu, dass er seine theologische Ausbildung weiterführen konnte. Er bekam infolge einer massiven Anämie zwei Bluttransfusionen. Damit sind seine Lebensgeister wieder erwacht und er zeigt Motivation, sein Studium weiterzuführen. Leider sind durch die fehlende Mobilisation seine Dekubiti zurückgekehrt. Ein Pflegefachmann, der von uns finanziert wird, übernimmt zusammen mit der Familie die Pflege von Marcos. Diese Ressourcen sind leider spärlich, da es schwierig ist, jemanden zu finden, der die tägliche Wundpflege übernimmt. Im Spital wurde er abgewiesen.

Zahngesundheit: Ende Juni und Anfangs Juli wurden zweimal in der Woche die Kinder und Jugendlichen einer Zahnuntersuchung unterzogen. Die  Jugendlichen und Kinder wiesen starken Kariesbefall auf. Insgesamt erhielten 50 Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Zahnbehandlung.   

Psychologische Betreuung: Unsere Psychologin Mirna Ajanel betreut zurzeit Daniel, Marcos und eine Familie, deren Mutter in Guatemala City in Untersuchungshaft auf ihr Urteil wartet. Sie ist in einen Mordfall verwickelt.

Familienzusammenkunft: Am Wochenende vom 2./3. Juli fand der zweite von vier obligatorischen Workshops zum Thema «Vida Saludable» statt. Auch dieses Mal wurden zu Beginn wieder Vitamine, Zahnbürsten und Zahnpaste abgegeben sowie Fluorid aufgetragen. Unsere Psychologin Mirna und unser Agronom Enrique erzählten über gesunde Ernährung und genügend Bewegung. Das Ganze wurde mit Yoga- und Entspannungsübungen abgerundet.

Agrikultur

Am 29 Juni fanden für die Stipendiatinnen und Stipendiaten von Xela der «Compromiso Social statt». Im Vorfeld wurde durch unseren Agronomen ein passendes Terrain unterhalb des Gefängnisses «Granja Penal» ausgesucht.  Insgesamt wurden an diesem Mittwochmorgen ca. 400 Bäume von den Jugendlichen und Kindern gepflanzt. Die Aktivität bereitete den Partizipierenden sehr viel Freude. Der Event wurde durch eine Zwischenmahlzeit, bestehend aus Früchten und einer Erfrischung, abgerundet. Die gleiche Aktivität wurde für die Kinder und Jugendlichen der Emboscada am 20. Juli durchgeführt.

Pilzprojekt:

Die Produktion von den Austern-Seitlingen war ein voller Erfolg. Seit Ende Mai können wöchentlich Pilze aus der Produktion im Bildungszentrum Xela und bei der Eigenproduktion in den Familien geerntet werden. Die Pilze werden entweder als Fleischersatz zubereitet oder auf dem Markt für ca. 30.- Quetzales pro Pfund verkauft.