CH-9000 St.Gallen
+41 (0)71 280 02 47
info@ninosenxela.ch

Aktuelles aus Guatemala

Juli 2020

Guatemala steckt nach wie vor tief in der CoronaKrise. Ende Juni lag die
Z
ahl der Ansteckungen bei knapp19000 und bereits zwei Wochen später
bei über 3
0000 (Stand 15.07), wovon die Mehrheit der Betroffenen in der
Haup
tstadt lebt. Die vom Präsidenten Giammattei ausgerufene nueva normalidad
ist
ein 4Stufensystem, bei dem die Einstufung anhand der Anzahl infizierter
Personen
und dem Prozentsatz positiver Proben in Ampelfarben erfolgt. Rot
bezeichnet
die höchste Stufe, es gelten strikte Beschränkungen wie etwa die
totale Einstellung
des öffentlichen Lebens und des Personennahverkehrs oder die
Schliessung
von Einkaufszentren. Für das Departement Quetzaltenango gilt Rotlicht.

Vom Lockdown besonders stark betroffen sind die ohnehin schon mangelhaft ausgestatteten
öffentlichen
Bildungsinstitutionen und somit natürlich auch die vielen Schulkinder. Einerseits
wenn man bed
enkt, dass das guatemaltekische Schuljahr von Ende Januar bis Oktober
dauert
und der Lockdown somit quasi mit dem Schulanfang einherging. Andererseits, weil
we
der alle Bildungseinrichtungen, noch alle Familien über die nötigen elektronischen Hilfsmittel
wie Smartphone, Laptop oder Computer und Internet verfügen. Von kostenpflichtigen OnlineTools
wie
MicrosoftTeams oder ähnlich dürfte gar nicht erst die Rede sein. Einige Lehrer versuchen ihr
Bestmögliches und kommunizieren über WhatsApp mit den Eltern der Schulkinder oder direkt mit
den
Jugendlichen und erteilen darüber Aufträge, was allerdings ein Smartphone und Internetzugang
erfordert. Wer nicht darüber verfügt, kann schlichtweg nichtmehr am Schuljahr teilnehmen und verliert
dieses
gänzlich.Von unseren Projektkindern betroffen sind 30 Primarschulkinder, deren Eltern
entweder
nicht lesen oder schreiben können oder kein Smartphone haben. Unser Team hat daher den
Entschluss gefasst,
all diesen Schülern einen auf ihr Schulgrad und Leistungsniveau abgestimmten
Lernordner zu erstellen, in welchem sie jeden Tag ein Arbeitsblatt lösen können. Diese Lernordner
werden
zusammen mit den NahrungsmittelAbgaben geliefert und nach einer bestimmten Zeit zur
Korrektur eingesammelt,
bevor sie mit frischen Aufgabenblätter wieder an die Kinder gelangen.
Je nach
Bedarf und Möglichkeit hat das NEXTeam auch Einzelunterricht bei sich zu Hause oder im
Hause der
Kinder erteilt (siehe Foto: 3 Primarschülerinnen im Patio bei Jasmin Egli). Auch wenn
lediglich ein
Tropfen auf den heissen Stein, verfolgen wir die Idee ist, dass die Kinder zumindest in
Mathe
matik und Spanisch am Ball bleiben.

Jasmin Egli
Co-Projektleiterin

Für weitere Informationen zum allgemeinen Stand der Situation in Guatemala konsultieren
Sie: www.guatemalanetz-zuerich.ch/info_bulletin.html

Landwirtschaftsprojekt Las Luchadores

Pilzkultivierung: Leider wurde das Ansetzen der Pilze im Mai von einer Mäuseplage zerstört. Durch eine erneute
Spende aus Guatemala wird jetzt wiederum eine neue Pilzkultur angesetzt.

Ziegenprojekt: Das junge Zicklein, das im Mai geboren wurde, geht es sehr gut. Es konnte von seiner Mutter mit
der Milch gut versorgt werden.

Gemüsekultur: Das Gemüse in San Miguel ist am Wachsen, vor allem die Radieschen werden verkauft. Trotz der
Regenzeit, hat es zu wenig Wasser und dies verzögert vor allem das Wachstum des Salates. Die Frauen säuberten
und düngten das Feld.

In Xela im Projektgarten konnte verschiedenes Gemüse wie Bohnen, Maggikraut und Bledo angepflanzt werden.
Hier wird durch die Möglichkeiten des Wassers regelmässig bewässert.

Lombrikompost: Die Familien brauchen den eigenen Biodünger für die eigenen Hausgärten und der übrige wird
für 20 Quetzales verkauft.


Enrique Gutierrez und Magdalena Cortez