Liliana Garcia und ihre vier Kinder lebten lange unter schwierigen Bedingungen. Die familiäre Situation war belastend, das Umfeld von Drogenproblemen geprägt. Die Wohnsituation verschärfte alles zusätzlich.
Während der Regenzeit wurde der Innenhof überflutet. Teilweise drang Wasser in die kleinen Zimmer ein. Die Nachbarschaft war eng, der Schutz der Kinder kaum gewährleistet. Zwei Männer aus dem Umfeld belästigten und diskriminierten die beiden jüngeren Mädchen.
Das Team von Niños en Xela musste rasch handeln. Es erstattete Anzeige und suchte gleichzeitig nach einer sicheren Lösung für die Familie.
Ein Bekannter stellte der Familie ein Stück Land zur Verfügung. Niños en Xela baute dort ein grösseres Zimmer, eine Küche und ein Badezimmer mit warmem Wasser. Im Gegenzug bewacht die Familie das Grundstück.
Heute lebt die Familie sicherer und ruhiger. Der Landbesitzer zahlt den investierten Betrag monatlich an Niños en Xela zurück. Die Kinder werden weiter begleitet. Unser Lehrer Byron unterrichtet Emma zu Hause. Maria holt über die Alphabetisierung verpasste Schuljahre nach.
Die Geschichte zeigt, was konkrete Hilfe bewirken kann. Nicht irgendwann. Sondern dort, wo ein Kind jetzt Schutz, Bildung und eine Perspektive braucht.