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Themen

Bildung

Niños en Xela begleitet Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien in Guatemala auf ihrem Bildungsweg und eröffnet ihnen damit bessere Chancen für ihre Zukunft.

Bevor ein Kind ins Programm aufgenommen wird, prüfen wir die familiäre und wirtschaftliche Situation sorgfältig. Danach wird das Kind an einer öffentlichen Schule eingeschrieben und während des Schuljahres eng begleitet.

Kinder mit Lernschwierigkeiten erhalten von uns gezielte Nachhilfe. Ältere Kinder lernen im Schulungszentrum, Primarschüler werden zu Hause unterstützt. Unsere Bildungsbeauftragte Verónica besucht die Schulen regelmässig und ist mit den Lehrerinnen und Lehrer im engen Austausch.

Niños en Xela übernimmt den grössten Teil der Kosten für Schulgebühren, Schulmaterial, Uniformen und Lernbegleitung. Die Familien leisten je nach Möglichkeit einen eigenen Beitrag. Zu Beginn des Schuljahres wird die Unterstützung gemeinsam festgelegt.

Drei Kinder leben abgelegen in einem Bergdorf in Momostenango. Sie lernen über Fernunterricht mit einem Tablet. Einmal im Monat besucht unser Lehrer Carlos die Familie persönlich.

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Alfabetisierung

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Viele Frauen in Guatemala haben keine Möglichkeit, eine Schule abzuschliessen. Niños en Xela arbeitet mit der staatlichen Organisation Conalfa zusammen und unterstützt Frauen dabei, die dritte Oberstufe nachzuholen.

Der Abschluss gibt ihnen neue Möglichkeiten. Wer sich weiterentwickeln möchte, erhält Unterstützung beim Einstieg in eine Berufsausbildung.

Workshops

Niños en Xela organisiert jedes Jahr vier Workshops zu Themen, die im Alltag direkt helfen. Dazu gehören Hygiene, häusliche Gewalt, Gesundheit, Sexualität, Familienleben und die Herstellung von Naturprodukten.

Die Workshops sind praxisnah. Die Familien erhalten einen gesunden Znüni, Zahnpasta, Zahnbürste und Fluor. Gleichzeitig üben wir mit den Kindern und Familien die Zahnhygiene.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Familientreffen zum Thema «Mein Körper, meine Sexualität». Kinder, Jugendliche und Eltern sprechen über Fragen, die oft mit Scham verbunden sind. Schritt für Schritt entsteht mehr Offenheit, Selbstvertrauen und Schutz.

Am Ende des Schuljahres organisieren wir ein Ferienprogramm. 2024 lernten die Kinder traditionelle Tänze. 2025 setzten sie sich mit der Vision und Mission von Niños en Xela auseinander und brachten ihre eigenen Bilder, Gedanken und Szenen auf die Bühne. Begleitet wurde das Programm von Fachpersonen aus Pädagogik und Theater.

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Gesundheit

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Wer lernen soll, muss gesund sein. Deshalb organisiert Niños en Xela jedes Jahr mehrere Gesundheitskampagnen. Die Kinder und Jugendlichen werden in den Räumen von Niños en Xela allgemeinmedizinisch untersucht. Bei Bedarf vermitteln wir sie an Fachärzte weiter. Auch Zahnbehandlungen gehören zum Programm. Eine Zahnärztin behandelt die Kinder zu stark vergünstigten Konditionen.

Augen und Ohren werden in öffentlichen Gesundheitszentren in Xela untersucht. Junge Frauen und Mütter erhalten einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung. Mädchen unter 14 Jahren werden gegen HPV (Humanen Papillomviren) geimpft.

Alle Projektfamilien erhalten praktische Anleitung zur Körperhygiene. In besonderen Fällen übernimmt Niños en Xela auch langfristige medizinische Hilfe. Eine ältere Frau mit schwerer Epilepsie erhält monatlich Medikamente und neurologische Untersuchungen.

Familien

Die Zusammenarbeit mit den Familien ist zentral. Wir begleiten nicht nur einzelne Kinder, sondern ihr Umfeld. Regelmässige Gespräche schaffen Vertrauen und Verbindlichkeit. Die Familien übernehmen Verantwortung und unterschreiben eine Vereinbarung mit Niños en Xela. So entsteht eine Zusammenarbeit, die Wirkung hat. Für das Kind, für die Familie und für die weitere Entwicklung.

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Landwirtschaft

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2025 wurden die landwirtschaftlichen Projekte neu strukturiert. Entstanden ist ein Modell, das Lernen, Produktion und Solidarität miteinander verbindet: Familien bauen Gemüse, Heilpflanzen und weitere Produkte an – ein Teil wird selbst genutzt, ein Teil weiterverarbeitet und ein Teil verkauft.

In ländlichen Gebieten erhalten Familien Setzlinge und werden von unserer Agronomin begleitet. Sie lernen, Mischgärten anzulegen und biologische Mittel sinnvoll einzusetzen – die Ernte verbessert die Ernährung und schafft praktisches Wissen, das weitergegeben werden kann. Früchte, Kräuter und pflanzliche Nebenprodukte werden zudem mithilfe von Solartechnologie und einfachen handwerklichen Verfahren zu Trockenprodukten und Gewürzmischungen verarbeitet, wodurch die Familien lernen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und neue Einnahmequellen zu erschliessen.

Parallel dazu hat Niños en Xela eine kleine Produktionsstruktur für Wurmkompost, Pflanzenjauche und Bocashi-Dünger aufgebaut. Durch doppelte Filterung konnte die Qualität der Pflanzenjauche verbessert werden, erste Regenwürmer wurden bereits an Universitätsstudierende verkauft, und es entstand ein Kontakt zu einem Brombeerproduzenten mit Interesse an regelmässigen Grossabnahmen.

Auch die Legehennen sind Teil dieses agroökologischen Systems: Sie liefern nährstoffreiche Lebensmittel und nutzen Nebenprodukte aus anderen Teilprojekten. Kinder und Familien beteiligen sich aktiv an Pflege und Produktion, die Eier dienen der Ernährung und werden teilweise verkauft – die Resonanz aus der Umgebung ist durchwegs positiv.

Der grösste Teil von Gemüse und Eiern fliesst direkt in die Ernährung der Familien, ein kleinerer Teil wird zu Salzen, Trockenprodukten, Seifen oder Shampoo weiterverarbeitet. Was darüber hinaus entsteht, wird verkauft. So wächst Schritt für Schritt ein Modell, das Ernährung, Lernen und wirtschaftliche Perspektiven miteinander verbindet.

Soziales Engagement

Guatemala leidet unter starker Abholzung. Illegale Rodungen, Rinderzucht, Palmölproduktion und Landübernahmen setzen Natur und Lebensgrundlagen unter Druck.

Niños en Xela pflanzt einmal im Jahr gemeinsam mit den Familien junge Bäume. Die Setzlinge werden von einer lokalen Institution gespendet. Für die Kinder ist die Aufforstung mehr als eine Aktion. Sie erleben, dass Zukunft auch bedeutet, Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen.

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